Das Mädchenhaus in Muyange ist fertig

Ein sicherer Ort, der gefehlt hat

Vor dem Bau des Mädchenhauses gab es in Muyange lediglich einen kleinen, stark maroden Raum, der den Bedürfnissen der Mädchen in keiner Weise gerecht wurde. Gerade während der Menstruation führte dies häufig dazu, dass Schülerinnen dem Unterricht fernblieben – nicht aus mangelnder Motivation, sondern aus fehlenden hygienischen und geschützten Möglichkeiten.

Als Lina und Kevin die Schule im Oktober 2023 besuchten, wurde der Handlungsbedarf deutlich. Gespräche mit Schülerinnen und Lehrkräften bestätigten: Ein geeigneter Mädchenraum war dringend notwendig.

Vom Baubeginn zur Fertigstellung

Am 20. November 2024 startete der Bau des neuen Mädchenhauses. Mit viel Engagement, lokaler Beteiligung und verlässlicher Unterstützung konnte das Projekt erfolgreich umgesetzt werden.

Entstanden ist ein moderner, funktionaler und geschützter Raum, der den Mädchen ermöglicht:

  • während ihrer Menstruation Hygienemaßnahmen durchzuführen

  • sich zurückzuziehen und wohlzufühlen

  • und vor allem: weiterhin regelmäßig am Unterricht teilzunehmen

Damit schafft das Mädchenhaus eine ganz konkrete Voraussetzung für bessere Bildungschancen.

Als Stephan und Arne im Januar 2026 den fertigen Mädchenraum besucht haben, wurde Ihnen von der Schulleitung, den Lehrer*innen und Eltern emotional und begeistert erläutert, wie intensiv der Raum genutzt wird und das Mädchen während ihrer Periode lieber in der Schule sind und den Raum aufsuchen als zu Hause zu bleiben - Ziel erreichet - das ist wirklich schön! Sogar andere Schulen haben den Raum schon besucht um sich ein positives Beispiel anzusehen :)

Bildung braucht Gleichberechtigung

Menstruation darf kein Grund sein, Bildung und soziale Kontakte zu verpassen. Dennoch ist dies für viele Mädchen in Ruanda Alltag. Das Mädchenhaus in Muyange wirkt diesem Problem entgegen – ganz praktisch und nachhaltig.

Der Raum steht für:

  • Selbstbestimmung

  • Gesundheit und Hygiene

  • Gleichberechtigten Zugang zu Bildung

Und er sendet ein klares Signal: Die Bedürfnisse von Mädchen werden gesehen und ernst genommen.

Dank an unsere Partner

Ein besonderer Dank gilt der Schmitz-Stiftung, die einen Großteil der Projektkosten von rund 25.000 € übernommen hat. Ohne diese Unterstützung wäre die Umsetzung in dieser Qualität nicht möglich gewesen.

Ebenso danken wir der lokalen Gemeinschaft, den Lehrkräften und allen Unterstützer*innen, die dieses Projekt begleitet und möglich gemacht haben.

Viele kleine Schritte verändern die Welt

Das Mädchenhaus in Muyange ist mehr als ein Gebäude. Es ist ein Symbol dafür, was entstehen kann, wenn Menschen hinschauen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam handeln.

Ganz im Sinne unseres Mottos:

„Wenn viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.“

Mit Projekten wie diesem setzen wir uns weiterhin dafür ein, dass Kinder – und insbesondere Mädchen – ihre Bildung selbstbestimmt und mit Würde erleben können.

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